KUNSTSTOFFE RECYCELN

02. August 2019 Alle Artikel, Die APK in den Medien

Die APK AG setzt auf ein einzigartiges Verfahren zur Trennung von Verbundmaterialien. Kunststofftypen und Metalle werden damit zurückgewonnen und wieder in den Rohstoffkreislauf eingeführt

Trotz lauter werdender Proteste im Sinne des Klimaschutzes wächst der Bedarf an Kunststoffen weltweit weiter an. Gleichzeitig wird deren Hauptrohstoff, Erdöl, immer knapper. Zwar werden Kunststoffe schon heute vielfach recycelt, doch Verbund-materialien können bislang nicht in hinreichender Qualität werkstofflich verwertet werden. EU und Bundesrepublik Deutschland fordern laut Verpackungsgesetz, die Recyclingquote bis 2022 deutlich zu erhöhen. Zu diesem Zweck hat die APK AG aus Merseburg mit ihrer patentierten Newcycling-Technologie eine intelligente Lösung zur selektiven Trennung von Polymeren in gemischten Kunststoffabfällen ermöglicht. Das Resultat sind sortenreine Granulate mit Neuwarencharakter. Aus ihnen lassen sich wieder Verpackungen herstellen, die genauso hochwertig wie die Ausgangsprodukte sind. Bei dem Verfahren werden die gemischten Kunststoffabfälle zerkleinert, gereinigt und in verschiedenen Verfahrensstufen von Fremdstoffen befreit. In einem Lösungsbad wird der Kunststoff auf Polymer-Ebene aufgelöst. Die nichtgelösten Anteile der gelösten Kunststoffteile werden anschließend in mehreren Prozessstufen getrennt. Nach Entfernung des Lösungsmittels findet die Verarbeitung der sortenreinen Kunststoffgranulate statt. In Merseburg betreibt die APK AG seit 2010 auf ihrem Betriebsgelände zwei Anlagen. Die MA-Anlage dient der mechanischen Aufbereitung von Verpackungskunststoffen, die aus der Sammlung aus privaten Haushalten stammen. Die AP-Anlage wiederum gewinnt Polyethylen und Polyamid aus Multilayer-Verbundkunststoffabfällen, wie sie in Fisch-, Fleisch-, Wurst- und Käseverpackungen vor-kommen. Die APK AG bringt damit erstmals im industriellen Maßstab ein Recyclingverfahren in den Einsatz, das es ermöglicht, Kunststoffe aus Verpackungen wieder in Verpackungen einzusetzen. Bislang war dies nur bei PET-Flaschen möglich. In den kommenden Jahren wird das Verfahren weiterentwickelt und auf weitere Werkstoffe ausgedehnt.

Quelle: https://spitzmueller.de/images/content/praxis/download/praxis9.pdf